• Timeline
  • Ereignisse 2006
    Ein langer Notstand ist angebrochen: Das globale Ölfördermaximum wurde erreicht. Die Ölpreise steigen unwiderruflich an und drücken auf die Weltwirtschaft. Die Politik rückt das Thema Energie zunehmend in den Vordergrund.

    Ereignisse 2007
    Die Ukraine tritt der EU bei. Es beginnt ein Prozess, in dem sich die strategisch wichtigen ehemaligen Sowjet-Republiken nach und nach von Russland distanzieren und in EU und NATO integriert werden; sehr zum Unmut der Russen.

    Ereignisse 2008
    In allen Ländern Südafrikas erstarken sozialdemokratische Bewegungen. Sie schließen bindende Handels- und Hilfsabkommen und können so dem wirtschaftlichen Rückgang einigermaßen trotzen.
    Die USA erklären der durch den anhaltenden Bürgerkrieg geschwächten irakischen Zivilregierung den Krieg. Durch Meinungsunterdrückung und radikale Militärmaßnahmen gegen Aufständische gelingt es der US-Armee, ihre Stellungen dauerhaft zu festigen. Der Irak wird quasi zum Übersee-Protektorat der USA, die sich so eine halbwegs zuverlässige Versorgung aus den Ölquellen des Landes sichern. Da die Besatzer jedoch wenig gegen den blutigen Bürgerkrieg ausrichten können, der zwischen den Sunniten und den Schiiten geführt wird, breitet sich dieser Konflikt schnell auf anliegende Staaten aus.
    Einsetzen der weltweiten Grippe-Pandemie: Der erste zahlreicher Ausbrüche der durch den Erreger H5N1 ausgelösten Vogelgrippe rafft Tausende von Menschen dahin, vor allem in Südostasien. Die Folgen sind verschärfte Einreisebedingungen und gesteigertes Misstrauen. Die Seuche wird in den folgenden 10 Jahren immer wieder ausbrechen.
    Die von Aufständen gebeutelte Regierung Afghanistans lädt US- und NATO-Truppen ein, um dauerhafte Stützpunkte im Land zu errichten.

    Ereignisse 2009
    Rebellen versuchen die Regierung in Pakistan zu stürzen, es kommt zum Bürgerkrieg, das Land droht auseinander zu fallen. Nur das Eingreifen der US- und NATO-Truppen aus dem benachbarten Afghanistan kann die Regierung retten.
    Georgien, Armenien und der Aserbaidschan treten der EU bei, gegen den Widerstand der russischen Föderation. Die Mitgliedsstaaten der NATO bekräftigen ihr Zugeständnis, die Unabhängigkeit dieser Staaten stärken zu wollen, sehr zum Wohlwollen US-amerikanischer und europäischer Ölfirmen, die Öl in diesen Regionen fördern.
    Der im Nahen Osten tobende Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten verschärft sich, der Iran und Saudi-Arabien führen einen Stellvertreterkrieg gegeneinander und setzen ethnisch-und religiös-militante Gruppen ein, um im jeweils anderen Land blutige Aufstände anzuzetteln. Der Terror trifft vor allem die Zivilbevölkerung. Es kommt zu Gebäudeschäden in verheerendem Ausmaße. Nur die Präsenz der US-Armee im zwischen den beiden Nationen liegenden Irak verhindert einen offenen Krieg. Die Ölpreise schießen weltweit nach oben, aus Angst, dass eine Eskalation des Konflikts die Ölförderung drastisch reduzieren könnte.

    Ereignisse 2010
    In Venezuela scheitert ein Putschversuch pro-amerikanischer Offiziere, die durch die CIA unterstützt werden, und führt so der Welt die US-amerikanische Verwicklung vor Augen. Die US-Regierung rächt sich mit Wirtschaftsembargos und versucht, durch gezielte Militäraktionen die Wirtschaft Venezuelas zu schwächen, um so die Regierung zu stürzen. Dank der Solidarität befreundeter südamerikanischer Staaten gelingt dem Land jedoch das Überleben. Gegen Ende des gleichen Jahres wird der Bund südamerikanischer Freistaaten ins Leben gerufen. Dank der landwirtschaftlichen Stärke Brasiliens und des günstigen Öls aus Venezuela ist der Bund wesentlich stärker als erwartet.
    Die erste von vielen pro-demokratischen und pro-liberalen Bewegungen in China wird brutal zerschlagen. Über die folgenden Jahre nehmen alle großen Nationen mehr oder weniger die Form von Polizeistaaten an. In allen großen Staaten kommt es aufgrund geheimer Polizeiaktionen zu massiven Bürgerunruhen und innerem Terror.
    Die EU errichtet groß angelegte Befestigungen und Militärstützpunkte in ihren neuen Mitgliedsstaaten Türkei, Aserbaidschan und Georgien. Während die Bedeutung dieser Einrichtungen von offizieller Seite heruntergespielt wird, dienen sie doch offensichtlich dem Schutz gegen die russische Föderation und zur Sicherung der von diesen Ländern aus zugänglichen Ölreserven am Kaspischen Meer.